Die ästhetische Medizin entwickelt sich ständig weiter und führt neue Begriffe ein, die oft die Grenzen zwischen chirurgischen und nicht-chirurgischen Eingriffen verwischen. Zu den am häufigsten gesuchten und missverstandenen Begriffen gehören “Schläfenspitzenanhebung” und “Stirnkorrektur”. Obwohl beide eine harmonische obere Gesichtsstruktur anstreben, unterscheiden sie sich grundlegend in ihren anatomischen Zielen und den angewandten Verfahren. Techniken, Langlebigkeit und die damit verbundenen Gesichtsstrukturen spielen eine Rolle. Das Verständnis dieser Unterschiede ist für jeden, der eine Schönheitsbehandlung in Erwägung zieht, entscheidend, da die Wahl des falschen Eingriffs zu unbefriedigenden Ergebnissen führen kann, die nicht mit der individuellen Knochenstruktur harmonieren.
Die Verwirrung rührt oft von Trends in den sozialen Medien her, wo die Begriffe synonym verwendet werden, um die von Models und Prominenten populär gemachte, modellierte, jugendliche Stirn zu beschreiben. Aus medizinischer Sicht beinhaltet die Schläfenspitzenaugmentation jedoch typischerweise die strategische Platzierung von festen Implantaten oder Fetttransplantation Ziel ist es, die Schläfengrube zu betonen und einen definierteren Schläfenkamm zu schaffen. Im Gegensatz dazu ist die Stirnkorrektur ein umfassenderer Begriff, der die Reduzierung des Brauenknochens, die Vorverlagerung des Haaransatzes und die Konturierung des gesamten oberen Gesichtsdrittels einschließt. Dieser Leitfaden beleuchtet die klinischen Gegebenheiten beider Verfahren und vergleicht das chirurgische Spektrum von Schläfenimplantaten bis hin zu endoskopischen Liftings mit den temporären mechanischen Lifting-Effekten nicht-chirurgischer Alternativen.
Ultraweiche, feste Schläfenimplantate stellen eine dauerhafte Methode zur Schläfenvergrößerung dar.
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Inhaltsverzeichnis
Ästhetik definieren: Schläfenhöcker vs. Stirnbalance
Um die Verfahren zu verstehen, müssen wir zunächst die Anatomie der Schläfenregion definieren. Der “Schläfenhöcker” bezeichnet die seitliche Erhebung des Schläfenbeins, die sich direkt über dem Jochbogen und vor dem Ohr befindet. Dieser Bereich, der vom Schläfenmuskel und der dazugehörigen Faszie bedeckt ist, bildet die seitliche Begrenzung der Stirn. Ein ausgeprägter Schläfenhöcker trägt zu einem herzförmigen Gesicht bei, erzeugt Schatten, die das Gesicht schmaler wirken lassen, und stützt die seitliche Augenbraue. Die “Stirnkorrektur” hingegen befasst sich mit dem gesamten oberen Gesichtsdrittel, einschließlich der Glabella (Augenbrauenrücken), des Supraorbitalrandes und des Haaransatzes. Ziel ist es, Asymmetrien zu korrigieren, hervorstehende Stellen zu reduzieren oder den Haaransatz nach vorne zu verlagern, um die Gesichtsproportionen zu verbessern.
Die strukturellen Unterschiede bestimmen das operative Vorgehen. Um einen definierten Schläfenhöcker zu erzielen, werden häufig feste Silikon- oder poröse Polyethylenimplantate in die Schläfengrube eingesetzt. Dies führt zu einer dauerhaften seitlichen Augmentation, die das Weichgewebe stützt. Für ein harmonisches Stirnbild ist oft eine Kombination aus Brauenknochenreduktion (Osteoplastik), Haaransatzverlagerung (Kopfhautexzision) und Schläfenkonturierung erforderlich. Ohne Berücksichtigung des Schläfenhöckers kann ein reduzierter Brauenknochen zu einem eingefallenen, unnatürlichen Aussehen führen, insbesondere beim seitlichen Blick. Daher wird eine Schläfenaugmentation oft in Kombination mit einer Stirnreduktion durchgeführt, um ein harmonisches Ergebnis zu erzielen.
Die Rolle der Temporalfaszie und des Knochens
Die Fossa temporalis ist ein komplexer anatomischer Raum, der kranial von der Linea temporalis, kaudal vom Arcus zygomaticus und tief unter der oberflächlichen Faszie vom Musculus temporalis begrenzt wird. Die oberflächliche Temporalfaszie (Fascia temporalis superficialis) ist eine dünne, vaskularisierte Schicht, die während einer Operation sorgfältig präpariert werden muss, um eine Verletzung der Arteria temporalis superficialis zu vermeiden. Bei vielen Menschen, insbesondere solchen asiatischer Abstammung oder solchen mit erheblichem Gewichtsverlust, ist die Fossa temporalis aufgrund fehlenden subkutanen Fettgewebes oder eines zurückliegenden Schläfenbeins von Natur aus hohl. Um diesen Bereich aufzufüllen, der Chirurg muss eine Tasche zwischen der Schläfenfaszie und der Schläfenmuskelfaszie bilden.
Der Unterschied zwischen einer dezenten Schläfenaugmentation und einer ausgeprägten Schläfenkorrektur liegt in der Form und der Platzierung des Implantats. Bei einer moderaten Schläfenaugmentation wird typischerweise ein kleines, geflügeltes Implantat verwendet, das die laterale Fossa ausfüllt, ohne zu weit medial auszudehnen. Eine ausgeprägte Schläfenaugmentation hingegen… Gesichtsfeminisierung Eine Maskulinisierung kann unter Umständen ein größeres, individuell angefertigtes Implantat erfordern, das sich vom seitlichen Orbitarand bis zum Scheitelbein erstreckt. Aus diesem Grund werden patientenspezifische PEEK-Implantate zunehmend bei komplexen Fällen eingesetzt, da sie exakt an die Schädelform des Patienten angepasst werden können.
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Chirurgische Verfahren: Implantate, Fetttransplantation und endoskopische Straffung
Chirurgische Schläfenaugmentation bietet die dauerhaftesten und anatomisch natürlichsten Ergebnisse. Die wichtigsten Verfahren hierfür sind feste Implantate, Eigenfetttransplantation und endoskopische Schläfenliftings. Feste Implantate sorgen für ein sofortiges, vorhersehbares Volumen und eignen sich ideal für Patienten mit ausgeprägten Einziehungen oder solche, die eine bestimmte Kontur wünschen. Eigenfetttransplantationen bieten ein natürlicheres Gefühl, weisen jedoch variable Überlebensraten (30-70%) auf und können mehrere Sitzungen erfordern. Das endoskopische Schläfenlifting behandelt das Weichgewebe durch Repositionierung der Temporoparietalfaszie und der Augenbrauen, wodurch das Erscheinungsbild der Schläfenregion indirekt durch Reduzierung von Erschlaffung verbessert werden kann.
Das patientenspezifische PEEK-Implantat scheint die chirurgischen Eingriffe zu erleichtern, indem es mehrere sorgfältige Schritte überflüssig macht, die hauptsächlich auf der Erfahrung des Chirurgen beruhen.
— PMC
Der Goldstandard für eine dauerhafte Schläfenaugmentation ist das Einsetzen von festen Silikon- oder Medpor-Implantaten über einen kleinen, im Haaransatz verborgenen Schnitt. Dabei wird eine präzise Tasche in der Schläfengrube geschaffen, wobei darauf geachtet wird, dass das Implantat tief unter der oberflächlichen Faszie liegt und somit nicht tastbar ist. Anschließend wird das Implantat mit Mikroschrauben fixiert, um ein Verrutschen zu verhindern. Bei Patienten, die sowohl eine Schläfenaugmentation als auch eine Stirnverkleinerung wünschen, kann der Schnitt oft kombiniert werden, wodurch die Narbenbildung minimiert wird. Dieses Verfahren ist besonders effektiv bei Gesichtsfeminisierungschirurgie (FFS), bei der ein sanfter, konvexer Übergang von der Stirn zur Schläfenregion für ein feminines Erscheinungsbild unerlässlich ist.
| Verfahren | Zielanatomie | Ort der Inzision | Anästhesie | Erholung |
| Temporales Implantat | Schläfengrube, Schläfenbein | Haaransatz/Kopfhaut | Lokalanästhesie mit Sedierung | 7-10 Tage (Schwellung/Blutergüsse) |
| Fetttransplantation | Subkutane Schläfenschicht | Entnahmestelle (Bauch/Oberschenkel) | Lokal | 5-7 Tage (Minimum) |
| Endoskopischer Temporallift | Temporoparietale Faszie, Stirn | Kopfhaut/Schläfen | Allgemein/Lokal | 10-14 Tage (Lifting-Gefühl) |
| Stirnverkleinerung | Stirnbein, Haaransatz | Kopfhaut | Allgemein | 2-3 Wochen (deutliche Schwellung) |
Die anatomischen Grenzen der Chirurgie
Nicht jedes Gesicht eignet sich für eine ausgeprägte Schläfenaugmentation. Bei Patientinnen mit einer von Natur aus schmalen Schläfengrube kann es an ausreichendem Weichgewebe mangeln, um ein großes Implantat zu kaschieren, was zu Tastbarkeit oder sichtbaren Rändern führen kann. Umgekehrt kann bei Patientinnen mit einem ausgeprägten Jochbogen die Schläfenaugmentation die Breite des Mittelgesichts betonen, was für diejenigen, die ein schlankeres Aussehen anstreben, unerwünscht sein kann. Auch die Tiefe des Schläfenmuskels spielt eine Rolle; ein flacher Muskel bietet möglicherweise keine ausreichende Abdeckung für ein Implantat, wodurch das Komplikationsrisiko steigt.
Aus diesen anatomischen Gründen wird die temporale Peak-Augmentation häufig als Bestandteil einer umfassenden Gesichtsanalyse betrachtet. Gesichtsmaskulinisierungschirurgie (FMS), die temporale Augmentation wird häufig mit einer Kieferreduktion kombiniert und Wangenvergrößerung Ziel ist es, ein eckiges, kantiges Gesicht zu formen. Im Gegensatz dazu zielt die Gesichtsfeminisierung (Facial Feminization Surgery, FFS) oft auf eine sanfte, fließende Kurve von der Stirn bis zur Schläfe ab. Dies erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen der Reduktion des Brauenknochens und der Augmentation der Schläfenpartie. Der Eingriff ist besonders wirksam bei tief liegenden Augen oder Gesichtern mit mangelnder seitlicher Stütze und erzeugt die Illusion eines offeneren, jugendlicheren Gesichts.

Nicht-chirurgische Schläfenaugmentation: Füllstoffe und Fäden
Der Aufstieg nicht-chirurgischer Gesichtsmodellierung wurde maßgeblich durch Dermalfiller und Fadenlifting vorangetrieben. Diese Verfahren bieten eine temporäre Lösung für Patienten, die vor einer Operation zurückschrecken oder eine dezente Verbesserung wünschen. Allerdings weisen sie deutliche Einschränkungen hinsichtlich des Ausmaßes der Vergrößerung und der Haltbarkeit auf, insbesondere in der Schläfenregion, wo die Anatomie komplex und die Haut dünn ist.
‘'Bei Dr.MFO, Wir sind uns bewusst, dass die Debatte um ‘Schläfenspitzen-Make-up’ versus ‘Stirnbalance’ im Wesentlichen eine Wahl zwischen einer dezenten, dauerhaften anatomischen Korrektur und einer umfassenden strukturellen Rekonstruktion darstellt. Das ’Schläfenspitzen-Make-up’ erfordert oft die Verankerung des Implantats am Schläfenbein – ein chirurgischer Eingriff, der mit nicht-chirurgischen Fillern langfristig nicht sicher durchgeführt werden kann.’
— Dr. MFO Klinische Perspektive
Dermalfiller: Volumenaufbau
Hyaluronsäure-Filler sind die gängigste nicht-operative Methode zur Schläfenaugmentation. Durch die Injektion des Fillers in die Schläfengrube wird dem Unterhautfettgewebe Volumen hinzugefügt, wodurch ein vorübergehender Lifting-Effekt und eine Glättung der seitlichen Stirnpartie erzielt werden. Der Eingriff ist schnell, erfordert lediglich eine örtliche Betäubung und ist mit einer minimalen Ausfallzeit verbunden. Die Ergebnisse sind jedoch vorübergehend und halten je nach verwendetem Produkt in der Regel 6 bis 12 Monate an. Mit der Zeit kann es durch wiederholte Filler-Injektionen zu einer sogenannten Filler-Ermüdung kommen, bei der die Haut gedehnt wird oder der Filler wandert, was ein unnatürliches Aussehen zur Folge hat.
Zu den Risiken von Filler-Injektionen in der Schläfenregion gehört der Gefäßverschluss, insbesondere wenn die Nadel die oberflächliche Schläfenarterie trifft. Dies kann zu Hautnekrosen oder, bei retrograder Injektion, zur Erblindung führen. Da die Schläfengrube zudem eine sehr bewegliche Region ist, kann der hier injizierte Filler ungleichmäßig wandern oder sich auflösen und so Asymmetrien verursachen. Daher eignen sich Filler am besten für Patienten mit leichten Vertiefungen, die sich eher eine Vorschau auf ein mögliches Operationsergebnis wünschen als eine dauerhafte Veränderung.
Gewindelifte: Mechanische Aufhängung
Polydioxanon (PDO)-Fäden sind resorbierbare Fäden, die unter die Haut eingesetzt werden, um die seitliche Augenbrauen- und Schläfenpartie mechanisch anzuheben. Häufig werden Widerhakenfäden verwendet, um das Unterhautgewebe zu greifen. Der Lifting-Effekt ist nach ein bis zwei Monaten am stärksten und hält bis zu sechs bis zwölf Monate an. PDO-Fäden sind zwar bei leichter Erschlaffung wirksam, können aber in der Schläfengrube kein Volumen aufbauen. Sie straffen lediglich die Haut und die oberflächliche Faszie. Mit der Zeit, wenn sich die Fäden auflösen und sich das Gewebe setzt, lässt der Lifting-Effekt in der Schläfenregion nach.
Zu den Risiken eines Fadenliftings gehören Fadenrisse, sichtbare Fäden unter der Haut, Infektionen und Asymmetrien. Im empfindlichen Schläfenbereich kann eine fehlerhafte Platzierung die oberflächliche Schläfenarterie oder den Stirnast des Gesichtsnervs schädigen und so vorübergehende oder dauerhafte Asymmetrien der Augenbrauenbewegung verursachen. Daher eignet sich ein Fadenlifting am besten für Patientinnen und Patienten mit guter Hautelastizität, die sich eher eine Vorschau auf das mögliche Operationsergebnis wünschen als eine dauerhafte Veränderung.
Vergleichende Analyse: Lebensdauer, Risiken und Kosten
Bei der Wahl zwischen Schläfenkorrektur und Stirnbalance sollte die Entscheidungsmatrix Dauerhaftigkeit gegen Invasivität abwägen. Die operative Schläfenkorrektur ist die einzige Methode, die eine dauerhafte Veränderung der seitlichen Stirnkontur ermöglicht. Nicht-operative Methoden sind pflegeintensiv und durch die Hautelastizität und die darunterliegende Knochenstruktur begrenzt.
‘Um den ästhetischen ‘Temporal Peak’ zu erreichen, stehen drei verschiedene klinische Wege zur Verfügung: Chirurgisches Schläfenimplantat (permanent), Eigenfetttransplantation (unterschiedliche Haltbarkeit) oder Dermalfiller (temporär). Dieser Leitfaden vergleicht Haltbarkeit, Risiken und Kosten (500–8.000 £) der einzelnen Methoden, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, welche Vorgehensweise für Ihre Anatomie am besten geeignet ist.’
— Dr. MFO Klinische Perspektive
| Verfahren | Langlebigkeit | Wiederherstellungszeit | Wichtigste Risiken | Geschätzter Kostenbereich |
| Chirurgisches Schläfenimplantat | Dauerhaft | 7-10 Tage (Sichtbare Schwellung) | Asymmetrie, Narbenbildung, Tastbarkeit, Infektion | 3.000 £ – 8.000 £ ($4.000 – $10.000) |
| Fetttransplantation | Variable (30-70% Überleben) | 5-7 Tage (Spenderstelle) | Ungleichmäßige Resorption, Zystenbildung, Infektion | 2.500 £ – 6.000 £ ($3.200 – $7.500) |
| Hautfüller | 6-12 Monate | Keine (Nadelstiche) | Gefäßverschluss, Migration, Tyndall-Effekt | 500 £ – 1.500 £ ($650 – $2.000) pro Sitzung |
| Fadenlifting | 6-12 Monate | 1-3 Tage (Leichte Blutergüsse) | Fadenriss, Nervenschädigung, Asymmetrie | 800 £ – 2.000 £ ($1.000 – $2.500) |
Die Kosten-Nutzen-Analyse
Obwohl nicht-operative Verfahren zunächst günstiger erscheinen, übersteigen die Gesamtkosten über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren oft die einmaligen Kosten einer Operation. Ein Patient, der sich für jährliche Filler-Behandlungen (1.000 £/Jahr) entscheidet, gibt innerhalb von fünf Jahren 5.000 £ aus, ohne die strukturelle Veränderung eines 4.000 £ teuren Wangenimplantats zu erzielen. Darüber hinaus erfordert die Genesung nach einer Operation eine einmalige Ausfallzeit, während nicht-operative Behandlungen zwar keine Ausfallzeit mit sich bringen, aber regelmäßige Besuche erfordern und keine Auszeit ermöglichen.
Auch die Risikoprofile unterscheiden sich deutlich. Chirurgische Komplikationen stehen in der Regel im Zusammenhang mit der Wundheilung und der Anästhesie, sind aber einmalig zu behandeln. Nicht-chirurgische Komplikationen können sich kumulativ anhäufen; beispielsweise können wiederholte Filler-Injektionen in die Tränenrinne oder den äußeren Augenwinkel zu einer sogenannten Filler-Ermüdung führen, bei der die Haut gedehnt wird oder der Filler wandert, was ein unnatürliches Aussehen zur Folge hat. Ein Gefäßverschluss ist ein seltenes, aber schwerwiegendes Risiko bei Injektionen, während chirurgische Risiken in der Regel auf das Operationsgebiet beschränkt sind.
Gesichtsform-Eignung: Welches Verfahren passt zu Ihrer Anatomie?
Die Entscheidung zwischen einer Vergrößerung der Schläfenregion und einer Angleichung der Stirnpartie hängt stark von Ihrer individuellen Gesichtsstruktur ab. Ein Eingriff, der bei einem herzförmigen Gesicht harmonisch wirkt, kann bei einem eckigen oder runden Gesicht unharmonisch erscheinen. Ziel jeder Korrektur des oberen Gesichtsdrittels ist es, die Gesichtspartien (Drittel und Fünftel) auszugleichen, nicht die Schläfenregion isoliert zu betrachten.
Runde Gesichter
Runde Gesichter profitieren von einer seitlichen Konturierung, die das Gesicht schmaler wirken lässt. Eine Vergrößerung des Schläfenbereichs, die auf eine seitliche Verbreiterung abzielt, kann das Gesicht optisch strecken. Eine zu starke Vergrößerung kann jedoch die Rundung der Wangen betonen, wenn sie nicht durch eine Konturierung des Gesichts (z. B. Kieferverkleinerung oder Wangenknochenaufbau) ergänzt wird. Bei runden Gesichtern wird daher oft ein dezentes Schläfenimplantat einer auffälligen Vergrößerung vorgezogen, kombiniert mit einer leichten Reduzierung des Brauenknochens, um ein ovaleres Aussehen zu erzielen.
Quadratische Gesichter
Eckige Gesichter mit einer markanten Kinnlinie und kantigen Gesichtszügen harmonieren gut mit einem ausgeprägten Schläfenhöcker. Die scharfen Winkel der seitlichen Stirnpartie ergänzen die Kantigkeit des Kinns. Eine operative Schläfenvergrößerung in Kombination mit einem seitlichen Brauenlifting kann eine markante, maskuline Symmetrie erzeugen, die ein kräftiges Untergesicht ausgleicht. Mandel-Augenoperation Bei einem eckigen Gesicht könnte es zu weich wirken und nicht genügend Kontrast zum markanten Kiefer bieten.
Längliche/ovale Gesichter
Bei länglichen oder ovalen Gesichtern ist es wichtig, eine zu starke vertikale Verlängerung zu vermeiden. Ein zu hoch reichendes Schläfenimplantat kann das Gesicht zusätzlich strecken, was in der Regel unerwünscht ist. Eine seitliche Schläfenaugmentation, die für mehr Breite sorgt, kann hingegen die Gesichtslänge ausgleichen. Eine Stirnverkleinerung in Kombination mit einer Schläfenaugmentation ist hier oft die ideale Lösung, da sie die obere Gesichtshälfte in der horizontalen Ebene hält.
Tiefliegende Augen vs. hervorstehende Augen
Hervorstehende Augen (Augen, die weit vorne am Orbitarand liegen) eignen sich hervorragend für eine Schläfenaugmentation, da sie die strukturelle Unterstützung für ein seitliches Lifting bieten. Eine übermäßige Augmentation kann jedoch zu einem schweren Brauenbild führen. Tiefliegende Augen (Augen, die in der Augenhöhle zurückliegen) sind besser für eine Schläfenaugmentation in Kombination mit Eigenfetttransplantation geeignet. Ein Schläfenimplantat bei tiefliegenden Augen birgt das Risiko eines “skelettartigen” Aussehens, da die Straffheit der seitlichen Stirnpartie ein hohles Erscheinungsbild erzeugt. In diesem Fall ist die Kombination von Eigenfetttransplantation und Schläfenimplantat oft die empfohlene Vorgehensweise.
Postoperative Pflege- und Genesungsprotokolle
Unabhängig vom gewählten Verfahren ist die Nachsorge entscheidend für das ästhetische Endergebnis. Nach einer operativen Schläfenaugmentation ist eine strikte Hygiene im Bereich des Haaransatzes unerlässlich, um Infektionen vorzubeugen. Patienten dürfen mindestens vier bis sechs Wochen lang keine Kontaktlinsen tragen und müssen spezielle Salben anwenden, um Narbenkontrakturen zu verhindern.
Umgang mit Schwellungen und Narbenbildung
In den ersten zwei Wochen nach der Operation ist es unbedingt erforderlich, mit erhöhtem Kopf zu schlafen, um Augenschwellungen zu reduzieren. Kalte Kompressen sind hilfreich, dürfen aber die Haut nicht direkt berühren, um Erfrierungen zu vermeiden. Nach einer operativen Schläfenaugmentation werden zur Narbenpflege in der Regel Silikongel-Pflaster entlang des Haaransatzes angebracht, sobald die Fäden entfernt sind. Sonnenschutz ist unerlässlich, da UV-Strahlung die seitliche Narbe verdunkeln und dadurch sichtbar machen kann.
Die Genesung nach einem nicht-chirurgischen Eingriff verläuft schneller, erfordert jedoch andere Vorsichtsmaßnahmen. Nach einem PDO-Fadenlifting sollten Patienten zwei Wochen lang übermäßige Gesichtsbewegungen (z. B. das Kauen harter Speisen, starkes Lächeln) vermeiden, um ein Verrutschen der Fäden zu verhindern. Bei Fillern wird von Massagen generell abgeraten, außer zur Korrektur von Unebenheiten. Patienten sollten zudem auf blutverdünnende Medikamente verzichten, um Blutergüsse zu minimieren.
Langzeitwartung
Chirurgische Eingriffe sind dauerhaft, der Alterungsprozess schreitet jedoch fort. Ein Fox-Eye-Lifting kann weder das Absinken der Augenbrauen noch den Volumenverlust im Gesicht aufhalten. Um das optimale ästhetische Ergebnis zu erhalten, benötigen Patientinnen und Patienten 5–10 Jahre nach der Operation möglicherweise noch nicht-chirurgische Behandlungen wie Botox zur Augenbrauenkorrektur oder Filler zur Behandlung von Schläfenfalten. Umgekehrt müssen Patientinnen und Patienten, die sich für einen nicht-chirurgischen Eingriff entschieden haben, alle 4–6 Monate Auffrischungsbehandlungen durchführen lassen, um das Ergebnis zu bewahren.
Bibliographie
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