Das Streben nach einer harmonischen, femininen Silhouette ist für viele ein zentraler Aspekt der Geschlechtsbestätigung. Transgender-Frauen. Die sogenannte “Sanduhrfigur”, gekennzeichnet durch eine definierte Taille und harmonische Kurven an Hüfte und Brust, gilt oft als ästhetisches Schönheitsideal. Die Körperfeminisierung (Body Feminization Surgery, BFS) umfasst eine Reihe chirurgischer Eingriffe, die den Körper in eine femininere Form bringen sollen. Dieser umfassende Leitfaden erläutert die kombinierten Verfahren der Körperfeminisierung. Fettabsaugung Und Fetttransplantation (Fettauffüllung) speziell darauf abgestimmt, das Verhältnis von Schultern zu Taille zu Hüfte auszugleichen und die begehrte Sanduhrfigur zu schaffen, die mit der Geschlechtsidentität übereinstimmt.
Das Verständnis der anatomischen Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Körperstruktur ist entscheidend für eine erfolgreiche Feminisierung. Typischerweise zeichnet sich ein männlicher Körperbau durch breitere Schultern, ein schmaleres Becken und eine Fettverteilung im Bauchbereich aus. Im Gegensatz dazu hat ein weiblicher Körperbau typischerweise breitere Hüften im Verhältnis zu den Schultern, eine ausgeprägtere Taille und subkutane Fettdepots an Oberschenkeln, Gesäß und Brüsten. Die Körperformung gleicht diese strukturellen Unterschiede durch eine strategische Kombination aus Fettabsaugung und Fetttransfer aus und formt so Kurven dort, wo sie am meisten gewünscht sind.
Die begehrte “Sanduhrfigur”, gekennzeichnet durch eine definierte Taille und harmonische Kurven an Hüfte und Brust, ist oft ein ästhetisches Schönheitsideal. Die Körperfeminisierung umfasst eine Reihe chirurgischer Eingriffe, die darauf abzielen, den Körper in eine femininere Form zu bringen.
— Dr. MFO Klinische Perspektive
Inhaltsverzeichnis
Anatomische Grundlagen: Die männliche vs. weibliche Silhouette verstehen
Um eine authentische Sanduhrfigur zu erreichen, muss man zunächst die skelettalen und Weichteilunterschiede verstehen, die die geschlechtsspezifischen Körperformen bestimmen. Der männliche Oberkörper weist typischerweise eine V-Form auf – breite Schultern, die sich zu einer schmaleren Taille und Hüfte verjüngen. Dies ist hauptsächlich auf die breiteren Schlüsselbeine und den breiteren Brustkorb bei biologischen Männern zurückzuführen, kombiniert mit einem höheren Taille-Hüft-Verhältnis. Das Becken ist bei biologischen Männern schmaler und sitzt höher, wodurch eine geradere Linie von der Taille abwärts entsteht. Zudem neigt das Unterhautfett bei biologischen Männern dazu, sich viszeral (um die Organe herum) und im Oberbauch anzusammeln, was zu einem eher rechteckigen Oberkörperbild führt.
Die weibliche Silhouette hingegen zeichnet sich durch eine X- oder Sanduhrform aus. Die Schultern sind im Verhältnis zur Hüfte schmaler, das Becken ist breiter und sitzt tiefer. Die Taille ist aufgrund der Form von Brustkorb und Becken von Natur aus stärker ausgeprägt, und der Beckenkamm (Hüftknochen) tritt deutlicher hervor. Die Verteilung des Weichgewebes betont diese Form zusätzlich, wobei sich Fettdepots häufig im Gesäßbereich, an den Außenseiten der Oberschenkel und an den Flanken finden und so die Kurve von der Taille zur Hüfte formen. Das Verständnis dieser grundlegenden Unterschiede ermöglicht es, der Chirurg um präzise Fettentfernungs- und -transferpunkte zu planen, die diese weiblichen Konturen nachahmen.

Die chirurgische Strategie: Synergie zwischen Fettabsaugung und Fetttransplantation
Die Feminisierung des Körpers bei Sanduhrfigur ist selten ein einzelner Eingriff. Es ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Konturierungstechniken. Techniken, Dabei wird vorwiegend körpereigenes Fettgewebe genutzt, um Volumen und Konturen zu schaffen. Die beiden Säulen dieses Verfahrens sind die Fettabsaugung (Fettentfernung) und die Eigenfetttransplantation (Fetttransfer). Diese kombinierte Technik ermöglicht die gleichzeitige Reduzierung männlicher Fettdepots und die Betonung weiblicher Kurven, was zu einer natürlichen, harmonischen Silhouette führt.
Strategische Fettabsaugung: Die Taille definieren
Der erste Schritt zu einer Sanduhrfigur ist oft eine intensive Fettabsaugung an Taille, Bauch und Flanken. Bei biologischen Männern ist die Taille häufig gerade und wenig definiert. Durch die Entfernung von überschüssigem Fett an den Seiten der Taille und den Hüften kann der Chirurg die Illusion einer schmaleren Taille erzeugen. Dabei geht es nicht nur um die Reduzierung von Volumen, sondern auch um die Modellierung der darunterliegenden Muskulatur. Mithilfe hochauflösender Fettabsaugungstechniken lassen sich die Konturen der äußeren schrägen Bauchmuskeln und des vorderen Sägemuskels herausarbeiten, wodurch eine schlankere, feminine Taille entsteht.
Häufige Bereiche für eine Fettabsaugung in diesem Zusammenhang sind Ober- und Unterbauch, Flanken (Hüftspeck), unterer Rücken und gegebenenfalls die Brust (bei Gynäkomastie). Ziel ist es, die kantige Form des männlichen Oberkörpers zu korrigieren und ihm eine geschwungene Silhouette zu verleihen. Wichtig ist, dass die Fettzellen zwar durch die Fettabsaugung dauerhaft entfernt werden, die verbleibenden Fettzellen sich jedoch bei Gewichtszunahme wieder ausdehnen können. Daher ist die Aufrechterhaltung eines stabilen Gewichts nach dem Eingriff entscheidend für den Erhalt des erzielten Ergebnisses.
Fetttransplantation: Volumen und Kurven schaffen
Das mittels Fettabsaugung gewonnene Fett wird aufbereitet und gereinigt, bevor es in Bereiche injiziert wird, die zur Feminisierung mehr Volumen benötigen. Diese autologe Fetttransplantation gilt als Goldstandard der Körperformung, da sie körpereigenes Gewebe verwendet und somit das Risiko von Abstoßungsreaktionen oder allergischen Reaktionen ausschließt. Das entnommene Fett wird in der Regel so aufbereitet, dass Blut, Öl und Gewebereste entfernt werden. Zurück bleiben gereinigtes Fettgewebe (Fettzellen) und aus Fettgewebe gewonnene Stammzellen, die die Hautqualität und die Gewebeintegration verbessern können.
Die primären Zielbereiche für die Eigenfetttransplantation zur Erzielung einer Sanduhrfigur sind Hüften, Oberschenkelaußenseiten und Gesäß. Durch gezieltes Einbringen von Fett in die Hüftdellen und Oberschenkelaußenseiten kann der Chirurg das Becken optisch verbreitern und so einen starken Kontrast zur neu verschmälerten Taille schaffen. Oft wird das Gesäß gleichzeitig vergrößert, um eine rundere, vollere Form zu erzielen, die die Hüftverbreiterung ergänzt. Diese Kombination – schmale Taille, breite Hüften und volles Gesäß – ist das Kennzeichen der Sanduhrsilhouette.

Verfahrensdetails: Das kombinierte Operationserlebnis
Eine kombinierte Körperverweiblichungsoperation mit Fettabsaugung und Eigenfetttransplantation ist ein größerer chirurgischer Eingriff, der in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt wird und einen stationären Aufenthalt über Nacht erfordert. Die Operationsdauer kann je nach gewünschtem Umfang der Konturierung zwischen vier und acht Stunden variieren. Der Eingriff wird üblicherweise in einem sterilen Operationssaal durchgeführt, wobei die Patientin in Bauch- und Rückenlage positioniert wird, um alle notwendigen Bereiche erreichen zu können.
Die Körperfeminisierungschirurgie (BFS) umfasst eine Reihe chirurgischer Eingriffe, die den Körper in eine femininere Form bringen sollen. Dieser umfassende Leitfaden erläutert die kombinierten Verfahren der Fettabsaugung und Eigenfetttransplantation (Lipofilling), die speziell darauf abzielen, das Verhältnis von Schultern zu Taille zu Hüfte auszugleichen.
— Dr. MFO Körperfeminisierungsleitfaden
Voroperative Planung und Markierung
Vor Beginn der Operation führt der Chirurg ein ausführliches Beratungsgespräch und eine körperliche Untersuchung durch. Dabei markiert er die Haut des Patienten im Stehen, um die Schwerkraft zu berücksichtigen. Diese Markierungen zeigen die genauen Bereiche für die Fettabsaugung (wo Fett entfernt wird) und die Bereiche für die Eigenfetttransplantation (wo Fett injiziert wird) an. Der Chirurg beurteilt die Hautelastizität, die Fettverteilung und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, um die sichere Menge an Fett zu bestimmen, die entnommen und transplantiert werden kann.
Die Planungsphase ist entscheidend für eine natürlich wirkende Sanduhrfigur. Der Chirurg berechnet das optimale Schulter-Hüft-Verhältnis und bestimmt, wie viel Volumen in Hüfte und Gesäß benötigt wird, um den Oberkörper auszubalancieren. Hierfür werden häufig 3D-Bildgebungsverfahren oder detaillierte Messungen eingesetzt, um Symmetrie und Proportionen zu gewährleisten. Die Wünsche des Patienten werden ausführlich besprochen und realistische Erwartungen hinsichtlich des Endergebnisses formuliert.
Die Operationstechnik: Tumeszenz-Liposuktion und Mikro-Fettinjektion
Die Operation beginnt üblicherweise mit der Injektion einer Tumeszenzlösung – einer Mischung aus Kochsalzlösung, Lidocain (Lokalanästhetikum) und Adrenalin (Gefäßverengung) – in die Fettschichten. Diese Lösung betäubt den Bereich, reduziert Blutungen und erleichtert die Fettentfernung. Anschließend saugt der Chirurg das Fett mithilfe einer Kanüle (eines dünnen, hohlen Schlauchs), die an ein Vakuumgerät angeschlossen ist, ab. Die Kanüle wird in einer Hin- und Herbewegung geführt, um die Fettzellen zu lösen und zu entfernen, während das umliegende Gewebe und die Blutgefäße geschont werden.
Sobald die gewünschte Fettmenge entnommen wurde, wird das Fettgewebe aufbereitet und gereinigt. Anschließend wird das gereinigte Fett in kleinere Spritzen oder spezielle Fetttransplantationsgeräte aufgezogen. Mithilfe einer Mehrpunktionstechnik injiziert der Chirurg das Fett in Hüfte, Oberschenkel und Gesäß. Die Injektion erfolgt radial, Schicht für Schicht, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten und das Überleben der transplantierten Fettzellen zu maximieren. Diese Technik, oft auch als Mikro-Fetttransplantation bezeichnet, ermöglicht eine präzise Konturierung und ein ebenmäßiges, natürliches Ergebnis.
| Verfahrenskomponente | Zielgebiet | Technik | Anästhesie | Wiederherstellungszeit |
| Fettabsaugung | Taille, Flanken, Bauch | Tumeszenz-Liposuktion | Allgemein | 2-4 Wochen (Kompressionskleidung) |
| Fetttransplantation | Hüften, Gesäß, Oberschenkel | Mikro-Fett-Injektion | Allgemein | 4-6 Wochen (begrenzte Sitzungszeiten) |
| Kombinierte BFS | Ganzer Unterkörper | Fettabsaugung + Fetttransfer | Allgemein | 6-8 Wochen (Volle Aktivität) |
| Brustvergrößerung | Brust (optional) | Implantate oder Fetttransplantation | Allgemein | 4-6 Wochen (Stütz-BH) |
Genesung und postoperative Pflege
Die Genesung nach einer Körperfeminisierung ist ein schrittweiser Prozess, der Geduld und die Einhaltung der postoperativen Anweisungen erfordert. Unmittelbar nach der Operation geht es darum, Schwellungen, Blutergüsse und Beschwerden zu behandeln. Patientinnen wird in der Regel empfohlen, für vier bis sechs Wochen Kompressionskleidung zu tragen, um Schwellungen zu minimieren und die neu geformten Bereiche zu stützen. Diese Kleidung trägt dazu bei, dass sich die Haut an das darunterliegende Gewebe anpasst und die endgültige Form verbessert wird.
Umgang mit Schwellungen und Schmerzen
Schwellungen sind ein natürlicher Bestandteil des Heilungsprozesses und können mehrere Wochen bis Monate anhalten. Patienten erhalten in der Regel Schmerzmittel, um die Beschwerden zu lindern, die in den ersten Tagen am stärksten sind. Schlafen mit hochgelagerten Beinen und das Vermeiden anstrengender Aktivitäten sind in der ersten Erholungsphase entscheidend. Lymphdrainage-Massagen werden oft 2–3 Wochen nach der Operation empfohlen, um den Rückgang der Schwellung zu beschleunigen und den Lymphabfluss zu verbessern.
Es ist wichtig zu wissen, dass das endgültige Ergebnis einer Körperformungsoperation nicht sofort sichtbar ist. Der Körper benötigt Zeit zum Heilen, und die Fetttransplantate brauchen Zeit, um eine neue Blutversorgung aufzubauen. Das transplantierte Fett heilt in der Regel am besten ein, wenn der Patient ein stabiles Gewicht hält und starke Gewichtsschwankungen vermeidet. Patienten können mit dem endgültigen Ergebnis etwa sechs Monate nach der Operation rechnen, sobald die Schwellung vollständig abgeklungen und die Fetttransplantate stabilisiert sind.
Langfristige Instandhaltung und Lebensstil
Die durch Fettabsaugung entfernten Fettzellen sind zwar dauerhaft abgebaut, die verbleibenden Fettzellen können sich jedoch bei Gewichtszunahme wieder ausdehnen. Daher ist ein gesunder Lebensstil unerlässlich, um die Sanduhrfigur zu erhalten. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung tragen nicht nur zum Erhalt des Operationsergebnisses bei, sondern fördern auch die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden. Patienten wird empfohlen, sich auf Herz-Kreislauf-Training und Krafttraining zu konzentrieren, um die Muskulatur unter den neu geformten Fettschichten zu stärken.
Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Alterungsprozess auch nach einer Operation weitergeht. Die durch den Eingriff erzielte Kontur ist zwar dauerhaft, die Hautelastizität nimmt jedoch mit der Zeit ab. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die Verwendung von Feuchtigkeitscremes und der Schutz vor Sonnenschäden tragen dazu bei, die Hautqualität zu erhalten. In manchen Fällen können zukünftig nicht-operative Behandlungen wie die Radiofrequenz-Hautstraffung in Betracht gezogen werden, um die Hautfestigkeit zu bewahren.

Kombination von Verfahren: Der umfassende Ansatz
Eine feminisierende Operation ist oft am effektivsten, wenn sie im Rahmen eines umfassenden chirurgischen Behandlungsplans durchgeführt wird. Die Sanduhrfigur betrifft nicht nur den Unterkörper, sondern den gesamten Rumpf und manchmal auch den Oberkörper. Viele Transfrauen entscheiden sich dafür, die Körperformung mit anderen Eingriffen zu kombinieren, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.
Brustvergrößerung und Körperformung
Eine Brustvergrößerung wird häufig in Kombination mit einer Körperformung durchgeführt, um die gewünschte Sanduhr-Silhouette zu erzielen. Während eine Eigenfetttransplantation für eine dezente Brustvergrößerung eingesetzt werden kann, benötigen die meisten Transfrauen aufgrund des fehlenden Brustgewebes Implantate, um das gewünschte Volumen zu erreichen. Die Kombination von Brustvergrößerung und Körperformung ermöglicht eine einzige Erholungsphase und sorgt für harmonische Proportionen zwischen Ober- und Unterkörper.
Die Platzierung von Brustimplantaten – submuskulär (unter dem Brustmuskel) oder subglandulär (über dem Muskel) – richtet sich nach der Anatomie der Patientin und der Empfehlung des Chirurgen. In Kombination mit einer Körperformung muss der Chirurg die Schnittführung und die Positionierung der Patientin sorgfältig planen, um das Trauma zu minimieren und eine optimale Heilung an mehreren Stellen zu gewährleisten.
Behandlung des Oberkörpers: Überlegungen zur Schulterreposition
Für manche Transfrauen kann die Schulterbreite eine erhebliche Quelle von Dysphorie sein. Zwar kann eine Körperformung die Taille verschmälern und die Hüften verbreitern, jedoch nicht die Breite des Schlüsselbeins verringern. Eine Schulterverkleinerungsoperation (Schlüsselbeinverkleinerung) kann hier Abhilfe schaffen. Osteotomie) ist eine Option für diejenigen, die eine deutlichere Veränderung ihrer Silhouette anstreben. Bei diesem Eingriff werden die Schlüsselbeine verkürzt, um die Schultern näher an den Körper heranzuführen.
Die Schulterverkleinerung ist ein komplexer orthopädischer Eingriff, der eine lange Genesungszeit erfordert und spezifische Risiken birgt, darunter Nervenschädigungen und Einschränkungen der Armbeweglichkeit. Aufgrund der langen Genesungszeit wird sie üblicherweise nicht mit einer Körperformung in einem einzigen Eingriff kombiniert. Bei Patientinnen mit sehr breiten Schultern kann die Kombination von Schulterverkleinerung und Körperformung in verschiedenen Phasen jedoch eine ausgesprochen feminine Silhouette erzielen.

Risiken und Komplikationen: Was Sie erwarten können
Wie alle chirurgischen Eingriffe birgt auch die Feminisierung Risiken. Schwere Komplikationen sind zwar bei erfahrenen Chirurgen selten, dennoch müssen Patientinnen über mögliche Probleme aufgeklärt werden. Das Wissen um diese Risiken ermöglicht deren frühzeitige Erkennung und gegebenenfalls eine umgehende Behandlung.
Chirurgische Risiken speziell bei der Körperformung
Zu den häufigsten Risiken bei Fettabsaugung und Eigenfetttransplantation zählen Infektionen, Blutungen (Hämatome) und Flüssigkeitsansammlungen (Serome). Infektionen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt, Hämatome müssen gegebenenfalls drainiert werden. Größere Serome werden üblicherweise punktiert. Auch Asymmetrie ist ein mögliches Risiko; der Körper kann auf beiden Seiten unterschiedlich heilen, oder das transplantierte Fett wird ungleichmäßig vom Körper aufgenommen. Während leichte Asymmetrien häufig vorkommen, kann eine ausgeprägte Asymmetrie einen Korrektureingriff erforderlich machen.
Ein spezifisches Risiko der Fetttransplantation ist die Fettnekrose, bei der die transplantierten Fettzellen absterben und unter der Haut feste Knoten bilden. Dies kann auftreten, wenn das Fett nicht fachgerecht injiziert wird oder die Blutversorgung des Bereichs unzureichend ist. Während kleinere Nekrosen von selbst abheilen können, ist bei größeren Bereichen unter Umständen eine operative Entfernung erforderlich. Zusätzlich besteht das Risiko von Konturunregelmäßigkeiten, bei denen die Hautoberfläche wellig oder uneben erscheint. Dies lässt sich häufig durch eine Nachkorrektur mittels Fettabsaugung oder Fetttransplantation beheben.
Erwartungsmanagement und Revisionsoperationen
Es ist wichtig, dass Patientinnen realistische Erwartungen an das Ergebnis einer Körperfeminisierung haben. Ziel ist zwar die Schaffung einer Sanduhrfigur, das Endergebnis hängt jedoch von der individuellen Anatomie, der Hautqualität und dem Heilungsverlauf ab. Manche Patientinnen benötigen eine Nachkorrektur, um das Ergebnis zu optimieren. Diese wird in der Regel frühestens sechs Monate nach dem ersten Eingriff durchgeführt, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten.
Korrekturoperationen können eine zusätzliche Fettabsaugung zur Korrektur von Asymmetrien, eine Eigenfetttransplantation zur Volumenauffüllung in Bereichen mit unzureichendem Fettgewebe oder Hautstraffungsverfahren umfassen, falls sich die Haut nicht wie erwartet zurückgebildet hat. Die Entscheidung für eine Korrekturoperation sollte in Absprache mit dem Chirurgen getroffen werden, wobei der potenzielle Nutzen gegen die Risiken und Kosten eines zusätzlichen Eingriffs abgewogen werden muss.
Kostenüberlegungen und Zugänglichkeit
Die Kosten für eine Feminisierungsoperation variieren stark je nach Standort, Erfahrung des Chirurgen und Umfang der durchgeführten Eingriffe. Eine kombinierte Fettabsaugung und Eigenfetttransplantation kostet in der Regel zwischen 8.000 und 15.000 Baht. In Verbindung mit einer Brustvergrößerung können die Kosten auf 20.000 Baht oder mehr steigen. Diese Kosten beinhalten üblicherweise das Honorar des Chirurgen, die Anästhesie, die Klinikgebühren und die postoperative Kompressionskleidung.
Die Kostenübernahme für geschlechtsangleichende Operationen durch die Krankenkassen ist begrenzt. Während einige Versicherungen geschlechtsangleichende Eingriffe abdecken, gilt die Körperformung oft als kosmetischer Eingriff und wird daher möglicherweise nicht erstattet. Patientinnen und Patienten sollten sich daher bei ihrer Krankenkasse erkundigen und Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Viele Kliniken bieten Ratenzahlungen an oder arbeiten mit medizinischen Finanzierungsunternehmen zusammen, um diese Eingriffe zugänglicher zu machen.
Den richtigen Chirurgen auswählen
Die Wahl eines Facharztes für Plastische Chirurgie mit Erfahrung in geschlechtsangleichenden Operationen ist entscheidend für ein sicheres und zufriedenstellendes Ergebnis. Suchen Sie nach einem Chirurgen, der sich auf Körperformung spezialisiert hat und über Vorher-Nachher-Bilder von Transgender-Patienten verfügt. Der Chirurg sollte die besonderen anatomischen Gegebenheiten von Transgender-Körpern kennen und den Eingriff individuell auf Ihre Wünsche abstimmen können.
Erkundigen Sie sich im Beratungsgespräch nach der Erfahrung des Chirurgen, Komplikationsraten und Revisionsrichtlinien. Wichtig ist auch, dass Sie sich mit dem Kommunikationsstil des Chirurgen wohlfühlen und dass er Ihre Anliegen und Ziele ernst nimmt. Ein guter Chirurg wird Ihnen eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten geben und Ihre Sicherheit und Zufriedenheit in den Vordergrund stellen.
Häufig gestellte Fragen
Worin besteht der Unterschied zwischen Fettabsaugung und Fetttransplantation bei der Körperfeminisierung?
Bei der Fettabsaugung wird Fett an Stellen wie Taille und Bauch entfernt, um eine schmalere Silhouette zu erzielen. Beim Eigenfetttransfer wird dieses entnommene Fett in Bereiche wie Hüften und Gesäß injiziert, um Kurven zu formen. Zusammen ergeben diese Verfahren die Sanduhrfigur.
Wie lange hält das Ergebnis einer Feminisierungsoperation an?
Die Ergebnisse sind lang anhaltend. Durch Fettabsaugung entfernte Fettzellen sind dauerhaft entfernt. Überlebte Fettzellen (typischerweise 60-80%) bleiben ebenfalls dauerhaft erhalten. Allerdings können deutliche Gewichtszunahmen oder -abnahmen die Ergebnisse verändern, da sich die verbleibenden Fettzellen ausdehnen oder zusammenziehen können.
Kann ich eine Körperformung mit anderen geschlechtsangleichenden Operationen kombinieren?
Ja, Körperformung wird häufig mit Brustvergrößerung kombiniert., Gesichtsfeminisierung Chirurgie (FFS) oder sogar eine geschlechtsangleichende Operation (GCS) in einem mehrstufigen Behandlungsplan. Die Kombination mehrerer Eingriffe kann die Gesamterholungszeit verkürzen, jedoch birgt jede Kombination spezifische Risiken, die Sie mit Ihrem Chirurgen besprechen müssen.
Wie lange dauert die Genesung nach einer kombinierten Fettabsaugung und Fetttransplantation?
Die anfängliche Erholungsphase dauert 2–4 Wochen. In dieser Zeit tragen Sie Kompressionskleidung und vermeiden anstrengende Aktivitäten. Die vollständige Genesung und das endgültige Ergebnis können bis zu 6 Monate dauern, da die Schwellung abklingt und sich das transplantierte Fettgewebe stabilisiert. Vermeiden Sie es, 2–3 Wochen lang direkt auf dem Gesäß zu sitzen, falls dort Fett transplantiert wurde.
Gibt es nicht-operative Alternativen, um eine Sanduhrfigur zu erreichen?
Nicht-operative Verfahren wie CoolSculpting können Fett in bestimmten Bereichen reduzieren, aber sie können kein Fettgewebe verpflanzen, um Kurven zu formen. Filler können Hüften oder Gesäß vorübergehend aufpolstern, sind aber teuer und erfordern wiederholte Behandlungen. Nur ein chirurgischer Eingriff ermöglicht die dauerhafte Entfernung von Fettgewebe und dessen Verpflanzung zur Erzeugung einer ausgeprägten Sanduhrfigur.
Welche Risiken bestehen in Bezug auf Fettnekrose nach einer Fetttransplantation?
Fettnekrose entsteht, wenn transplantierte Fettzellen absterben und feste Knoten bilden. Dies ist ein bekanntes Risiko der Fetttransplantation. Kleine Knoten können sich von selbst auflösen, größere müssen jedoch möglicherweise operativ entfernt werden. Die Wahl eines erfahrenen Chirurgen, der korrekte Injektionstechniken anwendet, minimiert dieses Risiko.
Wie viel Fett kann bei einer einzigen Operation sicher transferiert werden?
Die sichere Menge an Eigenfett für die Transplantation hängt von den Spenderregionen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Im Allgemeinen streben Chirurgen eine Transplantation von 200–500 ml pro Hüft-/Gesäßregion an. Eine zu große Menge Fett auf einmal kann die Blutversorgung überlasten und zu verstärktem Fettabbau oder Nekrose führen. Sicherheit hat stets oberste Priorität.
Werde ich nach der Körperformung eine Korrekturoperation benötigen?
Eine Korrekturoperation ist nicht selten, insbesondere zur Feinabstimmung von Asymmetrien oder zur Volumenauffüllung, falls die Fettresorption höher als erwartet ausfiel. Bei etwa 10 bis 201 Patienten kann eine kleinere Korrektur erforderlich sein. Dies wird üblicherweise im Rahmen des Erstgesprächs besprochen, und die Chirurgen haben oft Richtlinien bezüglich der Kosten für eine Korrekturoperation.
Bibliographie
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- Zeitschrift für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. (2023). Eigenfetttransplantation zur Körperformung: Techniken und Ergebnisse. DOI: 10.1016/j.bjps.2023.01.015
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